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Praxisbeispiel: Fernerkundung militärischer Altlasten

Das Betreten militärische Areale zu Untersuchungszwecken birgt häufig große Gefahren.

Großflächige militärische Areale werden gefahrlos durch den Einsatz von Fernerkundungsverfahren erkundet.

Das hier vorgestellte Beispiel erläutert den Einsatz der Satellitenfernerkundung bei der Erkundung militärischer Altlasten:

Militärische Altlasten sind als besonders problematisch einzustufen, da meist auf großen Arealen sehr unterschiedliche umweltbelastende Nutzungen mit einer Vielzahl von beteiligten Schadstoffen stattfanden.

Die hiervon ausgehenden Umweltschäden, -belastungen und -gefährdungen sind vielfältig. Neben relativ leichten Beeinträchtigungen von Boden und Vegetation durch z.B. mechanische Belastungen (Manöverbetrieb), sind insbesondere die Gefahren zu beachten, die durch nicht detonierte oder vergrabene Munition, Öl, Kraft-, Schmier- oder Kampfstoffe, sowie Reinigungs- oder Lösemittel verursacht werden.

Aufgrund der räumlichen Ausdehnung vieler militärischer Liegenschaften und der daraus resultierenden Großflächigkeit der zu untersuchenden Gebiete erhalten diese Gefährdungspotentiale eine zusätzliche Brisanz. Als Methode für insbesondere großflächig angelegte Untersuchungen eignen sich daher Fernerkundungsverfahren zur Erkundung der Verdachtsflächen besonders gut.

Insbesondere da gerade auf militärisch genutzten Flächen eine Erkundung oder Kartierung vor Ort nicht nur mit sehr hohem Aufwand sondern ggf. auch mit hohem persönlichem Risiko behaftet ist, kann diese Möglichkeit sehr vorteilhaft sein.

Ausschnitt aus einem Satellitenbild

Dieser Bildausschnitt aus einer Satellitenszene zeigt ein zum Zeitpunkt der Aufnahme als militärisches Übungsgebiet genutztes Areal. Aufgrund der sehr starken mechanischen Belastung großer Teile des Gebietes, ist kaum noch Vegetation vorhanden.

Der Fernerkundungssensor empfängt alle durch die Bodeneigenschaften hervorgerufenen Signale, die sich deutlich von den Signalen der umgebenden Gebiete unterscheiden. Innerhalb des Areals treten die aufgrund von Bodenverdichtungen in ihren Eigenschaften veränderten Bereiche nochmals deutlich durch dunklere Farbtöne hervor.

Die farbliche Zuordnungen der Landnutzungsklassen der Ausschittsvergrößerung entsprechen denen der Originalkarte und können daher deren Legende entnommen werden.

Alle bearbeiteten und ausgewerteten Fernerkundungsdaten werden in Form von aussagekrätigen und präsentationsfähigen Karten dargestellt.



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