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Praxisbeispiel: GIS - Datenbanken

Datenbanken stellen die Basis eines leistungsfähigen GIS-Systems dar.

Je mehr Informationen in einer GIS-Datenbank vorliegen, desto vielschichtiger sind die Auswertungsmöglichkeiten.

Die Funktionsweise einer GIS-Datenbank wird am folgenden Beispiel im Zusammenhang mit der Altlastenerkundung erläutert:

In einem GIS werden im Rahmen einer Altlastverdachtsflächenermittlung die jeweils branchentypischen Stoffpaletten aus einer Datenbank ausgelesen und den jeweiligen Flurstücken zugeordnet:

Branchentypische Stoffpaletten je Flurstück

Werden dann im Zuge einer Altlastenerkundung Bodenproben mittels Sondierbohrungen entnommen, so können gleichzeitig zur Festlegung des notwendigen Analyseumfangs über eine weitere Datenbank hierzu notwendige Paramter abgerufen werden.

Der beispielhafte Auszug aus einer Datenbank aller Analyseparamter mit ZAS-Nummern, Schlüsselnummern und deren Analyse-Verfahren/Methoden verdeutlich dies:

ZAS- Nr.Schl.- Nr. Stoff Kurz- bez. Best. Grenze Ein- heit Methode Verfahren
7429- 90-5 1131 Aluminium Al 0,1 mg/l Flammen-AAS DIN 38406-E25-1
7429- 90-5 1131 Aluminium Al 0,02 mg/l Graphitrohr-AAS DIN 38406-E25-2
7429- 90-5 1131 Aluminium Al 0,02 mg/l ICP-OES DIN 38406-E22
7440- 41-7 1120 Beryllium Be 0,01 mg/l ICP-OES DIN 38406-E22
7439- 92-1 1138 Blei Pb 0,3 mg/l Flammen-AAS DIN 38406-E6-1
7440- 43-9 1165 Cadmium Cd 0,001 mg/l Voltammetrie DIN 38406-E16

(Für die Korrektheit der in dieser Tabelle aufgeführten Informationen übernimmt der Autor keine Gewähr.)

Neben verschiedender Schlüsselnummern zur eindeutigen Bezeichnung des jeweiligen Stoffes werden Bestimmungsgrenzen, Analysemethoden und Analyseverfahren benötigt und aus der entsprechenden Stoff-Datenbank abgerufen.

Die Analyseergebnisse werden in das GIS eingegeben und mit einer Datenbank mit den entsprechenden Stufenwerten zur Emissionsabschätzung bei Bodenbelastungen verglichen.

Überschreitungen der Stufenwerte werden im GIS automatisch erkannt.

Anschließend ordnet das GIS die Ergebnisse, d.h. die Stufenwertüberschreitungen, den Bohrungen zu. Die Bohrungen sind vorher mit genauen Koordinaten versehen ebenfalls in die GIS-Datenbank eingetragen worden.

Die Ergebniskarte mit den zu sanierenden Bereichen kann nun im GIS automatisch erstellt werden:

Ergebnisskarte: Darstellung zu sanierender Bereiche

Informieren Sie sich weiter über die Anwendungsmöglichkeit eines GIS-Systems anhand eines Beispiels aus dem Katasterwesen auf der folgenden Seite.



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